Die zehn Teilbereiche der Software-Technik

Der Guide to the Software Engineering Body of Knowledge unterteilt die Software-Technik in zehn Teilbereiche:

  1. Software Anforderungen (Software Requirements)
  2. Software Entwurf (Software Design)
  3. Software Konstruktion (Software Construction)
  4. Software Test (Software Testing)
  5. Software Wartung (Software Maintenance)
  6. Software Konfigurationsmanagement (Software Configuration Management)
  7. Software Engineering Management
  8. Software Entwicklungsprozess (Software Engineering Process)
  9. Software Entwicklungs-Werkzeuge und Methoden (Software Engineering Tools and Methods)
  10. Software Qualität (Software Quality)

Die zehn Bereiche der Software-Technik
Abbildung. Die zehn Bereiche der Software-Technik

In der Vorlesung Software-Technik 3 an der Fachhochschule Dortmund werde ich in diesem Jahr einen groben Überblick über das gesamte Thema liefern und dann aber hauptsächlich Entwurfs- und Konstruktionsthemen behandeln.

Ziel soll sein, dass die Studenten am Ende der Veranstaltung …

  • wissen, was Software-Technik ist und was nicht.
  • … die Grundlagen der Software-Entwicklung kennen.
  • verstehen, wie verschiedene Ansätze für verteilte Systeme funktionieren.
  • … unterschiedliche Rollen innerhalb von Software-Entwicklungsprojekten effektiv einnehmen können.

Dabei gehe ich davon aus, dass die Studenten bereits über gute UML-Kenntnisse verfügen, verschiedene Analyse- und Entwurfsmuster kennen und eine klare Vorstellung von 3-Schichten-Architekturen haben. Weiterhin wird vorausgesetzt, dass sie verschiedene Prozessmodelle (Unified Software Development Process, eXtreme Programming, V-Modell) kennen und über die Grundlagen des Software-Testens und der Software-Qualitätssicherung bescheid wissen.

Bleiben zwei abschließende Fragen:

  1. Welche Anforderungen stelle ich für das Erreichen der Bestnote, 1.0, in der Klausur?
  2. Wie erreiche ich die ungeteilte Aufmerksamkeit der Studenten während meiner Vorlesungszeit und erhalte sie über das ganze Semester?

This entry was posted on Saturday, September 15th, 2007 at 11:42 pm and is filed under Uncategorized. You can follow any responses to this entry through the RSS 2.0 feed. You can leave a response, or trackback from your own site.



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  1. Pingback: ghadir.de » Blog Archive » Präsentieren - Fakten oder Ideen vermitteln? on November 24, 2007

14 Comments

  1. Kristijan Cvetkovic, September 16, 2007:

    zu 1) Indem er/sie Dir lückenlos und detailliert zeigt, wieso die Systematik falsch und inhärent zum scheitern veruteilt ist. Das wird er/sie aber nur machen können, wenn er/sie auch weiss, wovon er/sie spricht und die Vorlesung gehört und ernsthaft verstanden hat.

    zu 2) Indem Du alle 5 Minute einen Witz reisst und alle 30 Minuten eine wirklich gute Anektode erzählst. Dies ist eine zum Patent angemeldete Vorgehensweise meines alten WI-Profs.

  2. Stefan Tilkov, September 16, 2007:

    Frage 1 kann man m.M. nach nur beantworten, wenn man Deine Klausur kennt. Ich würde als oberste Messlatte setzen, dass die Studenten Dir den Eindruck vermitteln, sie können das Wissen praktisch nutzen und nicht nur wiedergeben. Ich könnte sicher nicht befriedigend erklären, was Software-Technik ist und was nicht — warum auch. Gehört so etwas zum unbedingt notwendigen Wissen?

  3. Phillip Ghadir, September 16, 2007:

    Hallo Kristijan, hallo Stefan,

    ich danke Euch für Eure treffenden Antworten! Die Fragen waren eher rhetorisch gemeint. Ich nutze sie als Leitfragen für meine Vorbereitungen.

    Dennoch habt Ihr mir jeweils einen interessanten Impuls gegeben, den ich in einem separaten Beitrag aufgreifen möchte.

    Deshalb hoffe ich, weitere Anregungen zu erhalten. - Auch von Anderen (z.B. Studenten oder (Hochschul-)Lehrern).

    Besten Dank!

    Phillip

    P.S.: Kristijan, ich kann weder Witze erzählen, noch mir welche merken… Vielleicht bin ich also darauf angewiesen, eine Art Comedy-Show zu etablieren, bei der alle 5 Minuten Nachwuchskünstler auftreten. ;-)

  4. Stefan Tilkov, September 16, 2007:

    Ach, die Comedy-Show machst Du doch ganz unfreiwilig von allein :-)

  5. Kristijan Cvetkovic, September 17, 2007:

    Ich würde mir wegen dem Comedy-Effekt auch keine Gedanken machen. Du bist ein Naturtalent.

    P.S.: Mein alter Prof hat sogar manchmal einen Wecker gestellt, um auch pünklich alle 30 Minuten die Anekdote zu erzählen. Er hat es halt sehr ernst genommen mit dem Humor.

  6. Tim, September 17, 2007:

    zu 1) weiß ich nicht

    zu 2) MIr war es wichtig einen roten Faden in der Vorlesung zu erkennen und das der Dozent gut vorbereitet war. Dann hat die Vorlesung auch Spaß gemacht.

    Ich habe gesehen das die Vorlesung an einem Freitag ist, dass könnte noch der größte “Feind” werden. Studenten starten auch mal gerne früher ins Wochende :-).

    Viele Grüße
    Tim

  7. Sven, September 18, 2007:

    Eine Vielzahl von Dozenten ist immer noch im alten Denken und präsentieren lediglich ihre vor 10 Jahren erstellten Skripte oder Folien, von denen sie dann auch noch wortwörtlich ablesen. Dies wird von den meisten Studenten als schlechter Stil gewertet, da inzwischen viel effektivere Methoden der Didaktik bekannt sind.

    Zu meiner Studienzeit gab es meistens ein eher spärliches Skript - zum Beispiel eine Sammlung der präsentierten Grafiken, zu denen der Student selbst das eigentliche Wissen notieren bzw. ergänzen musste.

    Die Dozenten die zu den Vorlesungen Skripte verteilen, welche dann auch noch an die armen Studenten verkauft werden, fallen schonmal unten durch. In jüngerer Zeit ist es aber üblich geworden, dass Studenten die Skripte von der Website des Dozenten herunterladen und selbstständig ausdrucken.

    Da du noch genügend Zeit hast, deine Vorlesung zu gestalten, schau dir die Methodenübersicht mal an.

    http://www.uni-koeln.de/hf/konstrukt/didaktik/frameset_uebersicht.htm

    Gruß
    Sven

  8. Phillip Ghadir, September 18, 2007:

    Hallo Sven,

    keine Sorge, ich besitze keine 10 Jahre alten Skripte …

    Die von Dir empfohlene Didaktik-Übersicht ist sehr interessant. Ich habe gerade einen ersten Blick darauf geworfen und werde mich noch dort einlesen.

    Vielen Dank,

    Phillip

  9. Ben, September 21, 2007:

    Gut, dass HIER in den Comments(!) steht, dass die Vorlesung erst nächste Woche beginnt. Heute saßen nämlich einige Studis im A1.02 und haben auf den Lehrmeister gewartet.

    Aber keine Sorge, der Kursraum war dann auch nach ca. 30 Minuten wieder leer…

  10. Ben, September 21, 2007:

    Nachtrag weil der Link oben nich will:

    HIER in den Comments(!)

    P.S.: Gibts keine FH-interne Info-Seite?

  11. Phillip Ghadir, September 22, 2007:

    Hallo Ben,

    ich bitte um Verzeihung. Ich hatte der FH folgenden Aushang zur Verteilung zugeschickt. In der kommenden Woche kläre ich, wie Aushänge und Mitteilungen korrekt verteilt werden können.

    Viele Grüße,

    Phillip Ghadir

  12. Malte, September 24, 2007:

    Also die Frage: “Wie erhalte ich mir die Aufmerksamkeit der Zuhörerschaft” ist wohl so alt wie das Konzept Sprache ansich. Und eine allgemein gültige Lösung wurde in dieser Zeit meines Wissens nach nicht gefunden.

    Meiner Meinung nach ist bei der Gestaltung einer Vorlesung wichtig sich bewusst zu machen, daß eine Uni keine Schule ist. Folge dieser Erkenntnis ist, daß es keine Schulpflicht gibt und daß die Studenten freiwillig da sind (auch wenn ihnen das erstmal selbst nicht bewusst ist). Wenn also ein Student der Meinung ist, daß er es nicht nötig hat zur Vorlesung zu kommen sondern lieber aus der Literatur lernt…. nun ja. Er ist volljährig und somit erstmal alt genug das für sich zu entscheiden.

    Die beste Art eine Vorlesung interessant zu gestalten ist es meiner Meinung nach, die Vorlesung mit Powerpoint (oder ähnlichen Präsentationsprogrammen) zu halten und diese Folien möglichst ein paar Tage früher (es soll Studis geben die sich sowas vor der VL ansehen) als PDF-Export ins Netz zu stellen.

    Folien sind quasi nie selbsterklärend oder reichen für das Verständnis der Materie aus (ist Roman hier irgendwo?), sind aber gute Gedankenstützen und wenn man sie vorher schon parat hat kann man sich Notizen zu ihnen machen. Die eigentliche Vorlesung sollte (wie schon oben mehrfach erwähnt) nicht als reine “Lesung” gestaltet sein, sondern auch durch Anekdoten aus der Praxis aufgelockert werden. Witz ist hier eine schöne Dreingabe, wichtig ist aber echter Praxisbezug, da, zumindest an der Uni wo ich studiert habe, dieser meist sehr kurz kam.

  13. Michael Mahlberg, September 25, 2007:

    Moin!
    Ok, Du wolltest eigentlich keine Antworten auf Deine beiden Fragen, aber nachdem Du schon so viele bekommen hast, wirst Du sicherlich noch ein paar Informationen dazu, wie man Ideen und Konzepte so aufbereitet, dass sie hängen bleiben verkraften, oder? ;-)
    Wahrscheinlich ist die Zeit bis zum nächsten Montag ein bisschen zu knapp, um das Buch “Made to Stick” noch komplett durchzuarbeiten, aber vielleicht kannst (bzw. willst) Du Dich ja ein wenig bei den Kernkonzepten bedienen. Das Acronym dazu Lautet SUCCESs - und wie gerne man diese amerikanischen Motivationsakronyme auch mögen mag: Dieses ist das Ergebnis seriöser Forschungsarbeit und steht für die Eigenschaften oder Prinzipien, die ein Idee “sticky” machen:

    Simple
    Unexpected
    Concrete
    Credible
    Emotional
    Stories

    Bei Presentation Zen findet man diese Prinzipien auch noch erläutert (nur einen Klick entfernt - man muss aber ein wenig herunter scrollen…).
    Cheerio
    _MM_

  14. Phillip Ghadir, September 25, 2007:

    Hallo zusammen!

    Ich bin wirklich begeistert von Euren Kommentaren!

    Hoffentlich liegen damit jetzt die Erwartungen nicht zu hoch! SUCCESs klingt als würde es mir liegen: Mit einfachsten Folien gelangweilt ein konkretes Thema, glaubwürdig ahnungslos präsentieren und bei den eingeflochtenen Geschichten die Pointe vergessen. :-)

    Malte, hatte Scharyar eine Wahl, Scheherazade Nacht um Nacht zuzuhören? Sollte ich miserabel präsentieren, haben die Studenten eine Wahl, mir zuzuhören, oder werden sie von dem starken Drang beherrscht, Ihre Nachmittage besser zu nutzen?

    Ich hoffe, ich werde die Zeit haben, meinen Weg zu finden…

    Besten Dank,

    Phillip

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